Es sah aus wie eine ganz normale große Opel-Limousine – doch unter der zurückhaltenden Karosserie steckte Anfang der 1990er-Jahre ein echter Hochleistungswagen. Der Opel Omega Lotus, international auch als Lotus Carlton bekannt, gehört bis heute zu den außergewöhnlichsten deutschen Auto-Klassikern seiner Zeit.

Ein Opel mit Lotus-DNA
Die Basis war der Opel Omega A, eine komfortable Limousine der oberen Mittelklasse. Lotus entwickelte das Fahrzeug gemeinsam mit Opel zur Hochleistungsmaschine weiter. Das Ergebnis bekam einen aufgeladenen Reihensechszylinder mit 3,6 Litern Hubraum und zwei Turboladern. Die Leistung lag bei rund 377 PS – für eine viertürige Limousine Anfang der 1990er-Jahre eine Ansage.
Technische Daten und Fahrleistungen
Der Lotus Omega erhielt einen umfassend überarbeiteten Reihensechszylinder mit 3,6 Litern Hubraum, 24 Ventilen und zwei Turboladern. Die Leistung betrug 377 PS (277 kW) bei 5.200 U/min, das maximale Drehmoment rund 557 Nm. Geschaltet wurde über ein manuelles Sechsganggetriebe, angetrieben wurden die Hinterräder.
- Hubraum: rund 3,6 Liter
- Leistung: 377 PS / 277 kW
- Drehmoment: rund 557 Nm
- 0–100 km/h: etwa 5,4 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit: bis zu rund 283 km/h
- Getriebe: manuelles 6-Gang-Getriebe
- Antrieb: Hinterradantrieb
Auch Fahrwerk, Bremsen, Getriebe und Karosserie wurden an die enorme Leistung angepasst. Damit gehörte der Lotus Omega zu den schnellsten Serienlimousinen seiner Zeit. Die genannten Fahrwerte können je nach Quelle und Messverfahren leicht variieren.
Der Look: dezent, breit und unverwechselbar
Breitere Radhäuser, spezielle Räder, ein markanter Heckspoiler und die tiefe Haltung verrieten Kennern, dass hier kein gewöhnlicher Omega stand. Trotzdem blieb die Grundform eine klassische Limousine – genau dieser Gegensatz macht den Wagen bis heute so reizvoll. Er war ein typischer Wolf im Schafspelz der frühen 90er.
Stückzahlen: Wie selten ist der Lotus Omega?
Der Lotus Omega beziehungsweise sein britisches Schwestermodell Lotus Carlton wurde von 1990 bis 1992 gebaut. Lotus nennt eine Gesamtstückzahl von ungefähr 950 Fahrzeugen. In anderen Quellen taucht die Zahl 907 auf – je nach Quelle und Zählweise werden die Produktionszahlen unterschiedlich angegeben. Klar ist: Im Vergleich zu gewöhnlichen Omega-Modellen ist der Lotus eine echte Rarität.
Was kostete er damals?
Bei seiner Markteinführung in Deutschland lag der Preis bei ungefähr 125.000 DM. Das war Anfang der 1990er-Jahre eine enorme Summe für eine Limousine – und machte deutlich, dass der Lotus Omega technisch und preislich in einer Liga mit exotischen Sportwagen spielte.
Was kostet ein Lotus Omega heute?
Der Markt für den Lotus Omega ist klein, deshalb schwanken die Preise stark. AutoScout24 nannte für gut erhaltene Fahrzeuge 2025 einen Richtwert von rund 82.200 Euro; besonders seltene Exemplare im Sammlerzustand werden für mehr als 120.000 Euro angeboten. Auch aktuelle Inserate können deutlich auseinanderliegen. Das sind Markt- und Angebotspreise, keine verbindliche Bewertung und keine Garantie für tatsächlich erzielte Verkaufspreise. Zustand, Wartungsnachweise, Originalität, Laufleistung und technische Historie beeinflussen den Wert erheblich. Einen aktuellen Überblick bietet AutoScout24: Lotus Omega – Preise und technische Daten.
Vor dem Kauf sollte man die Technik gründlich prüfen lassen. Der Biturbo-Motor, das Getriebe und weitere spezielle Komponenten können teuer werden, wenn Wartung oder Reparaturen anstehen. Ein vermeintlich günstiges Exemplar kann sich deshalb schnell als kostspielig erweisen.
Unsere Darstellung ist eine stilisierte, KI-generierte Hommage und keine historische Originalaufnahme oder exakte Dokumentation einer bestimmten Werksausführung.
Mehr 80er- und 90er-Jahre-Autos entdecken
Du liebst die schnellen Autos der 80er und 90er? Entdecke auch den Ford Scorpio Cosworth mit 195 PS und das klassische Coupé Opel Monza GSE mit 180 PS. Weitere Kultmodelle findest du in unseren Beiträgen über den Opel Calibra und den Golf 3 GTI und VR6.
Welcher Power-Klassiker der 90er ist dein Favorit – Omega Lotus, Ford Scorpio Cosworth oder ein ganz anderes Modell? Schreib es in die Kommentare!
