Der Opel Calibra war in den 90ern mehr als nur ein Auto. Mit seiner flachen Silhouette, dem ungewöhnlich niedrigen Luftwiderstand und dem sportlichen Auftritt wurde das Coupé schnell zu einem Symbol der 90er-Tuning-Szene.
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Opel Calibra – der 90er-Klassiker mit Stil und Power
Von der IAA 1989 bis zu den Tuning-Treffen der 90er: Warum der Calibra bis heute einen festen Platz in der deutschen Autokultur hat.
Die Geschichte des Opel Calibra
Der Calibra wurde 1989 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und kam 1990 auf den Markt. Technisch basierte das Coupé auf dem Vectra A, optisch ging Opel aber einen völlig eigenen Weg. Die lange, flache Front, die rahmenlosen Türen und die geschlossene Coupé-Linie machten den Calibra sofort erkennbar.
Besonders bemerkenswert war die Aerodynamik: Der Calibra gehörte zu den strömungsgünstigsten Serienfahrzeugen seiner Zeit. Genau diese Kombination aus Alltagstauglichkeit und sportlicher Optik machte ihn für eine junge Zielgruppe interessant.
Modelle & Motoren
115 PS · 1990–1997
150 PS · 1990–1993
170 PS · 1993–1997
204 PS · 1992–1997
Design: Warum der Calibra so besonders aussah
Während viele Coupés der damaligen Zeit noch deutlich kantiger wirkten, setzte der Calibra auf eine fast futuristische Linienführung. Die flache Front, die schmalen Scheinwerfer und die lange Seitenlinie wirkten modern und gleichzeitig sportlich.
Für viele Jugendliche war genau das der Reiz: Ein Calibra konnte serienmäßig elegant aussehen – oder mit wenigen Veränderungen zum echten Tuning-Blickfang werden.
Tuning & Umbauten der 90er
Kaum ein anderes Coupé passte so gut zur damaligen Tuning-Kultur. Tieferlegung, große Alufelgen, Sportauspuff, Seitenschweller, Frontspoiler und auffällige Lackierungen gehörten zum typischen Look.
Sportfedern, Gewindefahrwerk und eine deutlich tiefere Karosserie.
BBS, OZ, ATS und andere große Aluräder prägten die Szene.
Sportauspuffanlagen gehörten für viele zum Pflichtprogramm.
Bodykits, Spoiler, Klarglas und individuelle Lackierungen.
Die bekanntesten Opel-Tuner der 90er
Beim Calibra gehörte Tuning fest zur Szene. Namen wie Irmscher, Mantzel, Lexmaul, Steinmetz, Mattig und Rieger standen für unterschiedliche Wege, aus einem Serien-Calibra ein individuelles Auto zu machen.
- Irmscher: Der traditionsreiche Opel-Spezialist stand für Sportfahrwerke, Räder, Aerodynamik und komplette Sonderausstattungen. Auch beim Calibra gab es Irmscher-Pakete und Sondermodelle.
- Mantzel: Bekannt für Motor- und Leistungstuning – vom Ansaug- und Abgasbereich bis zu umfangreichen Motorumbauten.
- Lexmaul: Ein Name, der besonders mit Ansaugsystemen und Motortuning verbunden war. Der Lexmaul-RAM wurde bei getunten Opel-Motoren zum echten Szenebegriff.
- Steinmetz: Opel-Sporttuning mit Rädern, Fahrwerk, Karosserie- und Motorsport-Elementen – für viele Opel-Fans eine feste Größe der Zeit.
- Mattig: Bekannt für auffällige Karosserie- und Stylingteile wie Spoiler, Verbreiterungen und Motorhauben-Umbauten.
- Rieger: Vor allem für Karosserie-Umbauten bekannt. Beim Calibra reichten die Angebote von Spoilerteilen und Seitenschwellern bis zu kompletten Breitbau-Kits.
Genau diese Mischung machte den Calibra zur beliebten Tuning-Basis: Motorleistung, Fahrwerk, Räder und Karosserie konnten individuell kombiniert werden.
Innenraum & Technik
Auch innen war der Calibra ein Kind seiner Zeit. Digitale Anzeigen, sportliche Sitze und – je nach Ausstattung – Klimaanlage, elektrische Helfer und hochwertige Soundsysteme machten ihn zu einem beliebten Alltags-Coupé.
Der V6 und vor allem der Turbo 4×4 waren für viele Fans die technische Krönung der Baureihe. Gleichzeitig blieb der Calibra für viele erschwinglicher als exotische Sportwagen.
Der Calibra in der 90er-Popkultur
Der Calibra gehörte zum Straßenbild einer Generation, die Autos nicht nur als Fortbewegungsmittel sah. In Musikvideos, Autozeitschriften, auf Tuning-Treffen und in den einschlägigen Szenen war das Coupé regelmäßig präsent.
Weitere Calibra-Impressionen
Zum Abschluss noch zwei Motive, die den typischen Calibra-Look der 90er zeigen.
Was machte ihn zum Kultauto?
Es war die Mischung: auffälliges Design, brauchbare Alltagseigenschaften, verschiedene Motoren und riesige Möglichkeiten für individuelle Umbauten. Ein Calibra konnte dezent, sportlich oder komplett auf Show gebaut sein.
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