Kaum etwas veränderte den Auftritt eines Autos so schnell wie ein guter Satz Felgen. In den 80ern und 90ern wurde aus dem Serienauto mit wenigen Handgriffen ein persönliches Projekt – und die Felge spielte dabei eine Hauptrolle.

Warum Felgen in den 90ern so wichtig waren
Wer damals auf Treffen, am See oder am Wochenende durch die Innenstadt fuhr, kannte die Klassiker: breite Alus, möglichst wenig Gummi und eine Tieferlegung, die das Auto optisch deutlich näher an den Asphalt brachte. Marken wie BBS, Borbet, OZ oder RH gehörten für viele Tuning-Fans einfach dazu. Welche Autos dazu besonders gut passten, zeigen unsere 20 kultigsten Tuning-Autos der 90er.
15 Felgen-Looks, die die 90er geprägt haben
- BBS Kreuzspeiche – der Klassiker für Golf, BMW, Mercedes und viele andere Modelle.
- Borbet A – kantig, massiv und auf vielen deutschen Tuning-Autos zu sehen.
- OZ Racing – sportlicher Motorsport-Look für Fans von Rallye und Performance.
- RH Alurad – besonders beliebt in der deutschen Tuning-Szene.
- Keskin – auffällige Designs, die besonders auf tiefergelegten Autos wirkten.
- Ronal – viele Designs passten perfekt zum kantigen Stil der Epoche.
- AEZ – eine weitere Marke, die man auf zahlreichen europäischen Fahrzeugen fand.
- Speedline – sportlicher Look mit deutlicher Motorsport-Anmutung.
- Alessio – italienisches Design für den etwas auffälligeren Auftritt.
- Alpina-Stil – besonders für BMW-Fans ein zeitloser Look.
- Mehrteilige Felgen – sichtbare Schrauben und tiefes Bett waren für viele der Inbegriff von Show & Shine.
- Chrom-Look – je auffälliger, desto besser, besonders bei Showcars.
- Speichen-Designs – filigraner als die klassischen Fünfspeichen-Felgen.
- Breite Hinterachse – ein beliebtes Stilmittel bei Hecktrieblern und Showcars.
- 17 Zoll auf Kompaktwagen – damals schon ein echter Hingucker.
16 oder 17 Zoll?
Heute wirken manche damaligen Dimensionen klein. In den 90ern konnten 16-Zoll-Räder auf einem Golf, Astra, Corrado oder E36 bereits richtig groß wirken. 17 Zoll waren für viele Projekte die nächste Stufe – vor allem, wenn Felge, Reifen und Fahrwerk optisch sauber zusammenspielten. Besonders beim BMW E36 gehörten passende Felgen zum typischen 90er-Look.
Felgen + Fahrwerk = der komplette Look
Eine große Felge allein machte noch kein Tuning-Auto. Entscheidend war das Zusammenspiel aus Rad, Reifen, Tieferlegung und Karosserie. Genau deshalb wirken viele 90er-Umbauten bis heute so stimmig: Das Gesamtbild war wichtiger als möglichst viele Einzelteile. Mehr über den typischen Golf 3 GTI & VR6 oder den Opel Calibra gibt es ebenfalls bei uns.
Und heute?
Der 90er-Look erlebt ein Comeback. Viele Fahrzeuge aus dieser Zeit werden wieder aufgebaut, und klassische Felgendesigns passen erstaunlich gut zu modernen Restomod- und Retro-Projekten.
Unser Fazit: Die Felge war in den 90ern nicht einfach ein Ersatzteil. Sie war ein Statement. Und manche Designs erkennt man noch heute auf den ersten Blick.
